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Donnerstag, 04.01.2018

Aufregung um Online-Anmeldung

Die Startplätze beim Schlosstriathlon sind limitiert. Wer teilnehmen will, muss schnell sein. Ärgerlich nur, wenn die Website zusammenbricht. Das ist nicht das einzige Problem.

Von Sven Görner

Nicht nur beim Schwimmen im Schlossteich geht es beim Moritzburger Triathlon eng zu. Auch bei der Online-Anmeldung herrschte großes Gedränge. Nach kurzer Zeit musste der Zugang am Montagabend daher wieder geschlossen werden.
Nicht nur beim Schwimmen im Schlossteich geht es beim Moritzburger Triathlon eng zu. Auch bei der Online-Anmeldung herrschte großes Gedränge. Nach kurzer Zeit musste der Zugang am Montagabend daher wieder geschlossen werden.

© Robert Michael

Moritzburg. Wer in Moritzburg beim Schlosstriathlon über die Langdistanz startet, braucht eine super Kondition und einen starken Willen. Beides war am Neujahrsabend auch erforderlich, um sich für die diesjährige 17. Veranstaltung anzumelden, die am 9. und 10. Juni stattfindet. Zumindest ist das den Kommentaren auf dem Facebook-Auftritt des Vereins zu entnehmen.

Für viele Anhänger des anspruchsvollen Dreier-Wettkampfs aus Schwimmen, Radfahren und Laufen ist der 1. Januar ein wichtiges Datum. Am Neujahrstag wurde in den vergangenen Jahren traditionell die Online-Anmeldung für den Schlosstriathlon in Moritzburg freigeschaltet. Und auch diesmal sollte es um 18 Uhr wieder so sein.

Entsprechend gespannt saßen die Sportler vor ihren Computern, um sich einen der begehrten Startplätze zu sichern. Denn seit die ehrenamtlichen Organisatoren vom Moritzburger Triathlonverein vor ein paar Jahren die Anzahl der Teilnehmer über die sechs verschiedenen Distanzen limitiert haben, um so die hohe Qualität der Veranstaltung zu garantieren, sind die Anmeldungen für einen Teil der Strecken meist schon nach wenigen Tagen wieder geschlossen.

Doch viele der Interessierten, die sich am Montagabend durch das Anmeldeprocedere klicken wollten, mussten immer wieder von vorn beginnen. Denn offenbar war die Internetseite, über welche die Anmeldungen laufen sollen, von dem Ansturm völlig überfordert. Dabei hatten die Organisatoren genau das verhindern wollen. Denn bereits im vergangenen Jahr hatte es ähnliche Probleme gegeben. Damals lief die Anmeldung direkt über den Verein. „Es gab zeitweise rund 5 000 Zugriffe pro Minute“, sagt Reiner Mehlhorn, der Organisationschef der Veranstaltung. „Darum haben wir uns entschlossen, für dieses Jahr professionelle Unterstützung mit ins Boot zu holen.“

Diesem seien auch die zu erwartenden Zugriffszahlen genannt worden. „Es hat auch einen Testlauf gegeben“, ergänzt Reiner Mehlhorn. Dennoch sei das System am Ende dem Ansturm nicht gerecht geworden. „Das ist natürlich eine Situation, mit der wir überhaupt nicht zufrieden sind“, so der Organisationschef. „Das entspricht nicht unserem Qualitätsanspruch. Wir können alle betroffenen Sportler nur um Entschuldigung bitten und auf ihr Verständnis hoffen.“ Um den Fehler zu finden und eine geregelte Anmeldung zu ermöglichen, wurde der Zugang noch am Montagabend wieder offline geschaltet.

„Auf jeden Fall werden wir differenzierte Informationen verschicken.“ Diejenigen, bei denen der Meldeprozess komplett durchgelaufen ist, und die damit wirksam angemeldet sind, haben eine Bestätigungsmail bekommen oder erhalten diese in den nächsten Stunden“, sagte Reiner Mehlhorn am späten Dienstagnachmittag zur SZ. „Für alle anderen werden wir am 16. Januar um 16 Uhr die Anmeldung nochmals öffnen.“ Bisher sei nur etwa die Hälfte der Startplätze vergeben worden, so dass jede Disziplin noch buchbar ist. „Durch den späteren Termin können etwaige Unsicherheiten mithilfe der dann ebenfalls einsehbaren Startliste geklärt werden.“ Die Anmeldung erfolgt wieder über die Website des Schlosstriathlons.

Für Ärger hatte am Montag übrigens auch gesorgt, dass die Anmeldung schon vor 18 Uhr scharf geschaltet war. So gab es einige Interessierte, die testweise einmal schauen wollten, wo sie später klicken müssen und dabei überrascht feststellten, dass die Anmeldung schon um 15 Uhr möglich war. Auch diese Anmeldungen bleiben laut Reiner Mehlhorn gültig.

Trotz Kritik gibt es bei den Kommentaren auf Facebook auch viel Verständnis. Nicht für den professionellen Anbieter, wohl aber für die ehrenamtlichen Organisatoren.