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Dienstag, 24.04.2018

Auch in Blomberg gibt’s für die Rödertalbienen nichts zu holen

Vier Spieltage vor dem Ende der Saison steht der Aufsteiger bereits als erster Absteiger fest.

Von Florian Triebel

Auch in dieser Szene können Sarolta Selmeci (links) und Michelle Urbicht (rechts) die torgefährliche Alicia Stolle von der HSG Blomberg-Lippe stoppen.
Auch in dieser Szene können Sarolta Selmeci (links) und Michelle Urbicht (rechts) die torgefährliche Alicia Stolle von der HSG Blomberg-Lippe stoppen.

© PR/brink-medien

Handball-Bundesliga Frauen. Durch viele ungenutzte Chancen verpassten es die Rödertalbienen, ihr Sonntagsspiel länger offen zu gestalten. Deswegen mussten sie sich bei der HSG Blomberg-Lippe, die auch nicht ihren besten Tag hatte, mit 20:26 (10:12) geschlagen geben. HCR-Trainer Maximilian Busch meinte nach dem Abpfiff: „Heute bin ich schon etwas enttäuscht. Ohne die vielen unnötigen Fehler hätten wir das Spiel enger gestalten können. Über diese Vielzahl an Chancen und Würfen, die wir frei nicht verwandeln, müssen wir dringend reden. Aber in der Abwehr haben mich die Mädels mal wieder überzeugt. Nur je zwei Tore von Alicia Stolle und Silje Brons Petersen zeigen, dass wir da gut gearbeitet haben.“

Erfreulicherweise wirkte Tammy Kreibich zum ersten Mal nach ihrer Mittelfingerfraktur wieder bei den Rödertalbienen mit und knüpfte ebenfalls an ihre guten Abwehrleistungen an, die sie vor der Verletzung zeigte. Dafür konnten Jurgita Markeviciute, Izabella Nagy sowie die beiden Langzeitverletzten Grete Neustadt und Lisa-Marie Ostwald die Auswärtsfahrt nicht mit antreten.

802 Zuschauer fanden trotz sonnigem Wetter den Weg in die Sporthalle an der Ulmenallee. Besonders zu Beginn bekamen sie zwei nervöse Mannschaften zu sehen, die sich weitgehend neutralisierten. Erst nach drei Minuten gelang den Gastgeberinnen der erste Treffer durch Alicia Stolle. Bis zur fünften Minute mussten die Bienenfans warten, ehe sie den ersten Treffer ihrer Mannschaft durch Jessica Jander bejubeln konnten. Die HSG Blomberg-Lippe hielt allerdings das Tempo hoch und konnte den Vorsprung schnell auf drei Tore ausbauen (5:2/9. Minute).

HCR-Ausgleich in der 15. Minute


Die Bienen ließen sich davon nicht verunsichern und kamen in der Folge immer besser ins Spiel. Mit einem 3:0-Lauf erzielte Michelle Urbicht – zusammen mit Sarolta Selmeci mit jeweils sechs Treffern die erfolgreichste Torschützin der gesamten Partie – den 5:5-Ausgleich. Doch Blomberg-Lippe konnte eine Schwächeperiode der Bienen zur erneuten 9:6-Führung in der 22. Minute nutzen. Der HCR ließ sich auch jedoch nicht abschütteln und glich nach 26 Minuten wieder zum 9:9 aus. Die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte dann erneut den Gastgeberinnen. So gingen die Rödertalbienen mit einem 10:12-Rückstand in die Halbzeitpause. Doch das Torhüterduo mit Ann Rammer und Nele Kurzke verhinderte einen höheren Rückstand der Bienen.

Der HC Rödertal kam gut aus der Kabine und konnte innerhalb von sechs Minuten erneut zum zwischenzeitlichen 13:13 ausgleichen. Es entwickelte sich nun ein Spiel auf Augenhöhe. Besonders Stefanie Hummel, die vier Tore erzielte, konnte in dieser Phase immer wieder gut von ihren Mitspielerinnen in Szene gesetzt werden. Erst nach 42 Minuten, beim Stand von 16:15 für die Gastgeberinnen, suchte die HSG die Vorentscheidung. Blomberg-Lippe benötigte nur sechs Minuten, um sich auf 19:16 (50.) abzusetzen.

Die Bienen, die im Angriff weiterhin leichtsinnig mit ihren Chancen umgingen, konnten nach dem Rückstand das Spiel nicht noch einmal offen gestalten. Egal, welche Formation Bienen-Trainer Busch auf die Platte brachte, es wollte nichts gelingen. Die Sächsinnen konnten ihre vielen Chancen nicht nutzen, während die HSG den Vorsprung sukzessive bis auf sieben Tore ausbaute (26:19/58.). Schlusspunkt der Partie war dann ein verwandelter Siebenmeter von Michelle Urbicht zum 26:20-Endstand. Sie war heute im Angriff noch eine der Besten bei den Gästen und konnte durch ihre quirlige Spielweise immer wieder Lücken schaffen.

HC Rödertal: Nele Kurzke, Ann Rammer; Michelle Urbicht (6/3), Sarolta Selmeci (6/4), Stefanie Hummel (4), Jacqueline Hummel (2), Jessica Jander (1), Tamara Bösch (1), Brigita Ivanauskaite, Julia Mauksch, Kamila Szczecina, Kathleen Nepolsky, Egle Alesiunaite, Tammy Kreibich.