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Mittwoch, 15.11.2017

Arbeiten am Orla-Ufer dauern länger

Autofahrer auf der Teichstraße in Wachau müssen sich noch mehrere Wochen gedulden. Grund sind zusätzliche Bauarbeiten.

Von Thomas Drendel

Die Arbeiten an den Gabionen an der Teichstraße in Wachau sind noch in vollem Gange. Voraussichtlich wird die Orla erst Mitte Dezember hier entlangfließen können.
Die Arbeiten an den Gabionen an der Teichstraße in Wachau sind noch in vollem Gange. Voraussichtlich wird die Orla erst Mitte Dezember hier entlangfließen können.

© Thorsten Eckert

Wachau. Bis zum Gemeindeamt, dann noch ein paar Meter, dann stehen Autofahrer vor Sperrzäunen. Weiterfahrt verboten. Grund sind die Arbeiten an der Uferbefestigung der Orla, die hier unmittelbar neben der Teichstraße verläuft.

Ursprünglich sollte die Straße schon im September wieder frei sein. Doch Woche um Woche vergingen, ohne dass die Absperrungen entfernt wurden. „Sie bleiben auch noch einige Zeit stehen“, sagte jetzt der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU). „Wir haben von der Baufirma die Mitteilung, dass es voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern wird, bis die Arbeiten beendet sind. Dann soll die Qualitätsabnahme für die Bauarbeiten sein“, sagte er. Grund für die Zeitverzögerung von mehr als zwei Monaten sind zusätzliche Arbeiten bei der Befestigung des Ufers. So waren nach Angabe des Bürgermeisters die Arbeiten an den Fundamenten aufwendiger als gedacht. Deshalb mussten 14 000 Euro an die Baufirma zusätzlich überwiesen werden. Außerdem müssen jetzt noch die Straßenborde angehoben werden, teilt der Bürgermeister mit.

Mit rund 300 000 Euro war das Vorhaben eines der umfangreichen in der Gemeinde in diesem Jahr. Es hatte im Frühjahr begonnen. Grund waren Unterspülungen an den Uferbefestigungen. Dadurch drohte auch die Fahrbahn in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Die Bauleute entfernten zunächst die Gabionen, also die mit Steinen gefüllten Drahtkästen. Dann baggerten sie einen Teil des Ufers ab und befestigten es mit speziellen Ankern. Anschließend wurde die Uferböschung mit Naturstein verkleidet.

Die Bauarbeiten werden zu einhundert Prozent vom Landratsamt in Bautzen bezahlt. Das Projekt an der Teichstraße ist eins von insgesamt drei Vorhaben, die mit Hochwassergeldern unterstützt wurden. Zweites Projekt war der Kirchteich, das dritte die Autobrücke zur Kläranlage in Lomnitz. Die Arbeiten am Kirchteich in Wachau sind abgeschlossen. Das Gewässer wurde von Sedimenten befreit und es wurde unter anderem der Ablauf in Ordnung gebracht. Die Brücke in Lomnitz war ebenfalls vom Hochwasser unterspült worden. Sie wird abgerissen. An gleicher Stelle entsteht eine Betonbrücke. Sie wird mit Natursteinen verkleidet.