• Einstellungen
Sonntag, 18.03.2018

Am Ende befriedigend

Die Eislöwen feiern mit ihren Fans den Saisonabschluss – mit einer überraschenden Bilanz.

Von Cornelius de Haas

3

So richtig schlechte Laune gab es am Freitagabend in der Energie-Verbundarena nicht. Dabei feierten die Dresdner Eislöwen dort ihren Saisonabschluss – nach dem Aus in den Pre-Play-offs gegen Heilbronn viel früher als erwartet. Ursprünglich war das Ziel die direkte Qualifikation für das Viertelfinale gewesen, verbunden mit der Hoffnung, bei der Vergabe des DEL 2-Meistertitels mitmischen zu können. Ein enttäuschendes letztes Drittel der Hauptrunde machte aber all diese Vorhaben zunichte.

Angesichts dieses Abschneidens überrascht darum die Einschätzung des Eislöwen-Fanbeauftragten. „Ich gebe der Saison die Note drei, sowohl was den Support als auch das sportliche Ergebnis angeht“, sagt Lars Stohmann. Zur Begründung verweist er auf die vergangenen Jahre: „Hier ging es langsam, aber stetig bergauf. Nicht so wie in Crimmitschau oder Weißwasssr, bei denen es fast immer darum geht, die Klasse zu halten, es aber auch unerwartete Ausschläge nach oben geben kann.“ Darum werde in Dresden so eine Enttäuschung relativ gelassen hingenommen – zumal es noch immer keine Aufstiegsregelung gibt.

Dabei hatte jüngst die Zuschauerzahl beim vermeintlich wichtigsten Spiel des Jahres durchaus für Aufsehen gesorgt. Das Pre-Play-off-Heimspiel gegen Heilbronn war mit 1 373 Menschen so schlecht besucht wie keine andere Begegnung an der Magdeburger Straße. „Das war ein Protest gegen den Play-off-Zuschlag“, sagt Stohmann. „Und ein deutliches Zeichen an die Geschäftsführung.“ Die hat verstanden.

„Wir werden alles daran setzen, es in der nächsten Spielzeit besser zu machen. Sowohl als Mannschaft als auch in der Geschäftsführung“, versprach Geschäftsführer Volker Schnabel schon zum Auftakt der Saisonabschlussfeier. Zudem wurden die Vertragsverlängerungen mit Kapitän René Kramer, Stürmer Martin Davidek und Höller von den gut 350 Anhängern in der Halle begeistert aufgenommen.

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Keine Ausreden

    Dem Fanbeauftragten reicht zur Einordnung der für die Eislöwen unerwarteterweise schon beendeten Saison nicht der Blick auf die eigene Mannschaft, sondern er schaut dafür auch nach Crimmitschau und Weißwasser. Aber ein bisschen besser sein zu wollen als Crimmitschau oder Weißwasser, ist ein dürftiger Anspruch für Dresden, schon angesichts des wirtschaftlichen Umfelds, das den Eislöwen die Arbeit eigentlich etwas leichter machen sollte als in den beiden anderen sächsischen Städten.

  2. Thomas Rosenberg

    @1: Irgendwie reicht es langsam. Immer nur Gift sprühen und vergorenen Senf dazugeben. Der Fanbeauftragte ist kein Angestellter der Eislöwen. Er ist ein ganz normaler Fan, der sich überaus unnormal für die Eislöwen engagiert. Er spricht aus Sicht eines Fans. Und wenn man nur minimal Ahnung von der Fankultur dort hat (dazu müsste man aber auch mal in der Eishalle gewesen sein), dann ist sonnenklar, weshalb besser sein als die anderen beiden Sachsenvereine von einem Fan als Erfolg gewertet wird und auch zu werten ist.

  3. Müller

    „Hier ging es langsam, aber stetig bergauf. Nicht so wie in Crimmitschau oder Weißwasssr, bei denen es fast immer darum geht, die Klasse zu halten" - Lieber Fanbeauftragter und liebe SZ: Crimmitschau ist in dieser Saison weiter gekommen als die Sch...möwen, oh pardon Eislöwen. Außerdem haben Weißwasser und Crimmitschau tradition und Fankultur. Die Eislöwen haben nur mehr Geld, sind sind so was wie RB Leipzig in der DEL2.

Alle Kommentare anzeigen

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.