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Freitag, 15.09.2017

Alles was Sie vor der Reise in die USA wissen müssen

Es wird immer deutlicher, wie sehr die verschiedenen Länder bemüht sind, die Sicherheit innerhalb ihrer Grenzen zu erhöhen.

Bildquelle: PDPhotos
Bildquelle: PDPhotos

Dazu zählen vor allem Einschränkungen bei der Reisefreiheit und verschiedene Maßnahmen, die den Zugang in die Länder schwerer machen. Ein gutes Beispiel dafür findet sich bei Reisen in die USA. Hier wurden in den letzten Jahren die Regeln für eine Einreise besonders stark erhöht und stellen die Reisenden somit vor Herausforderungen.

So gibt es zum Beispiel seit dem 19. Juli eine umfangreiche Prüfung von elektronischen Geräten bei dem Einstieg eines Fluges in das Land. Dies kann auch dann zutreffen, wenn zum Beispiel ein Smartphone oder ein Tablet mit auf den Flug genommen werden sollen. Allerdings sollte es mit diesen speziellen Geräten keine Probleme beim Boarding geben.

Allerdings gibt es eine Liste mit Objekten, die in Hinblick auf die Einfuhr absolut verboten oder wenigstens teilweise verboten sind. Dazu gehören verschiedenste Produkte aus den Bereichen Medizin, Nahrung, Tiere und sogar verschiedene Arten von Kunst.

Die Gründe für die Möglichkeit der Einfuhr oder der Verbote liegen dabei sowohl bei der inneren Sicherheit aber auch etwa bei Gründen zum Schutz der heimischen Flora und Fauna. Für die Umsetzung der entsprechenden Gesetze ist in den USA die US Customs and Border Protection (CBP, Zoll- und Grenzbehörde) zuständig. Diese sind nicht nur für die Regulierung der verschiedenen Verbote und Erlaubnisse zuständig, sondern kümmern sich auch um die Umsetzung der Regeln bei der Einfuhr - sowohl an Flughäfen, aber auch an normalen Häfen und an den Ländergrenzen auf Land.

Welche Dinge man mit in die USA bringen darf ist in verschiedenen Gesetzen geregelt. Dazu zählt nicht nur die Einfuhr, sondern auch der generelle Versand über die Post. Generell geht es dabei meistens um die genaue Herkunft der Objekte, wobei es gerade beim Thema Nahrung ohnehin sehr klare Bestimmungen für die Einfuhr oder wenigstens die Deklaration bei der Einfuhr gibt. Die Liste der davon betroffenen Objekte ist umfangreich - unter anderem zählen dazu Joghurt, Schokolade, Lebensmittel in Dosen oder im Vakuum, Muttermilch-Ersatzprodukte, Tee und Kaffee, Reise, verschiedene Typen von Mehl, Ketchup, Mayonnaise und Senf.

Wie bereits erwähnt sind einige Produkte auch in Hinblick auf ihre Herkunft beschränkt. Zu den Objekten, die verboten sind oder bei denen die Einfuhr wenigstens beschränkt ist, zählen unter Anderem verschiedene Sorten von Früchten und Gemüse, Fleisch aus beinahe allen Ländern, Milch und Eier und andere Dinge dieser Art. Beim Fleisch ist es sogar egal, ob es frisch ist, getrocknet, gefroren oder in einem anderen verarbeiteten Zustand.

Beschränkte Einreise auch für Menschen

Die verstärkte Kontrolle hat sich natürlich auch auf die Einreise von Menschen in das Land der Stars and Stripes verlagert. Wer das Land seit dem 12. Januar 2009 betreten möchte, braucht entsprechende Unterlagen rund um die Bewerbung für ein Visum. Die Bewerbung muss zum Zeitpunkt der Landung bereits ausgefüllt und mit einer entsprechenden Authentifizierung verbunden sein. Diese Unterlagen würden einen Aufenthalt von 90 Tagen in dem Land erlauben.

Es gibt dabei natürlich den ESTA Antrag, der mit Hilfe eines Computersystems darüber entscheidet, ob die Person, die die USA betreten möchte, dafür eine Berechtigung erhält. Dabei werden existierende Daten abgeglichen und geprüft und am Ende gibt es ein Ergebnis für die Prüfung. Es wird empfohlen spätestens 72 Stunden vor der Einreise den entsprechenden Test zu machen, damit eine Genehmigung vorliegt. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 14 Dollar und die Gültigkeit der entsprechenden Prüfung liegt bei 2 Jahren.

Hat man diese Genehmigung erhalten, ist eine Einreise aber noch immer nicht garantiert. Vorher ist ein Besuch bei der Einreisebehörde der USA nötige. Diese werden nicht nur Fingerabdrücke nehmen und ein neues Foto machen. Bei der Behörde gibt es einen entsprechenden Katalog an Fragen, der beantwortet werden muss und der auch darüber entscheiden kann, ob man eine Genehmigung für die Einreise erhält. Auch wenn dieser Prozess nicht lange dauert, kann er nicht umgangen werden. Hat man die Fragen beantwortet und kann garantieren, dass keine Hürden vorliegen und man keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten von Amerika darstellt, ist die Reise ohne weitere Verzögerungen möglich.

Das Visa Wayver Program (VWP) und das elektronische System rund um dieses Programm wurden geschaffen um die Sicherheit zu erhöhen und einen Überblick zu behalten, welche Personen das Land zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Zweck betreten. Damit stellt es allerdings schon vor der Einreise eine Hürde für jene dar, die eine Reise in die USA planen.

Es handelt sich dabei um einen digitalen Prozess, der zwar schnell und einfach erledigt werden kann, der allerdings auch restriktiv in seinen Bestimmungen und Regularien ist. Das gilt für den gesamten Prozess rund um ESTA und kann sich auch in Hinblick auf die Reisedauer auswirken. Wer zudem erst einmal innerhalb der amerikanischen Grenzen ist, sollte sich darüber bewusst sein, dass das Visum nicht einfach so verlängert oder in seiner Art und Weise verändert werden kann.

Wer sich für einen ESTA-Antrag entscheidet, sollte dies also nicht tun, wenn der Plan einfach nur ist, den Status des Visums zu verändern oder die Dauer des Aufenthalts in den USA zu verlängern.

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