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Freitag, 17.11.2017

Alles super

Die DSC-Volleyballerinnen hören derzeit häufig ein Loblied ihres Trainers. Wieso, erklärt er selbst.

Von Alexander Hiller

Myrthe Schoot war bei der letzten DSC-Niederlage gegen Vilsbiburg vor drei Jahren dabei.
Myrthe Schoot war bei der letzten DSC-Niederlage gegen Vilsbiburg vor drei Jahren dabei.

© Ronald Bonß

So früh in der Saison war noch nie so viel super beim Dresdner SC. Trainer Alexander Waibl wählt mittlerweile häufiger den Superlativ, wenn es um seine Volleyball-Frauen geht. „Wir haben eine sehr, sehr gute Trainingswoche hinter uns, die Mannschaft hat super mitgezogen“, betont der 49-Jährige.

Vor dem Duell bei den Roten Raben aus Vilsbiburg am Sonnabend mag das wie eine Kampfansage an den einstigen Rivalen klingen. Die letzte Niederlage gegen die Niederbayern ist aber auch fast genau drei Jahre her. Am 3. Dezember 2014 beim 2:3 im Pokalviertelfinale stand mit Libero Myrthe Schoot nur eine Spielerin aus dem aktuellen Aufgebot im Kader.

Aber was verbirgt sich hinter Waibls Loblied? „In unseren Trainingsspielen kommt es mir darauf an, dass sich die Mädels nicht auf das verlassen, was sie ohnehin am besten können“, sagt Waibl, „sondern, dass sie an den Dingen arbeiten, die sie nicht so gern machen.“ Und diese Herausforderungen nimmt der Tabellenzweite derzeit offenbar ausreichend an. „Wenn man dauernd nur mit seiner besten Waffe agiert, verbessert man sich nicht“, erklärt Waibl seinen Ansatz. Doch die Fortschritte seit dem 3:2-Erfolg über Pokalsieger Stuttgart am vorigen Mittwoch sind für den Trainer unübersehbar. „Wir machen jetzt keine großartigen Leistungssprünge mehr wie noch am Saisonanfang. Aber wir verbessern uns stetig in Details“, betont er.

Das dürfte allerdings auch auf den Rivalen vom Sonnabend zutreffen. „Vilsbiburg hat sich insgesamt sehr stark verändert, da ist im Kader komplett alles neu, selbst der Trainer“, sagt Waibl und meint seinen Schweizer Kollegen Timo Lippuner. Von der erwähnten Partie aus dem Jahr 2014 ist nur noch Lena Stigrot verblieben. Man darf also davon ausgehen, dass der aktuelle Tabellenfünfte sein gesamtes Potenzial nach fünf Spieltagen ebenfalls noch nicht ganz ausgereizt hat. „Vilsbiburg verfügt über ein gutes Angriffspotenzial und eine starke Physis“, weiß Waibl. Die Schwachpunkte habe das Team mit Athletinnen aus sieben Nationen anderswo. Die will Waibl aber erst am Sonnabend offenlegen. Vielleicht nach einem Superspiel.

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