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Mittwoch, 15.11.2017

Abschied von starren Zeitplänen

Fünf Lausitzer Landräte und der Cottbuser Oberbürgermeister fordern Sonderregelungen für die Region – zum Beispiel beim Straßenbau und bei Wölfen.

Von Tilo Berger

Blick auf das Kraftwerk Boxberg und Jenschwalde. Bedeutende Industriestandorte wie Boxberg oder Schwarze Pumpe sollen überregional vermarktet werden
Blick auf das Kraftwerk Boxberg und Jenschwalde. Bedeutende Industriestandorte wie Boxberg oder Schwarze Pumpe sollen überregional vermarktet werden

© Wolfgang Wittchen

Bad Muskau. Um die wirtschaftliche Entwicklung in der Lausitz zu beschleunigen, fordern sechs führende Kommunalpolitiker eine Sonderbehandlung der Region durch den Bund. Ein am Dienstag in Bad Muskau vorgestelltes Positionspapier enthält fünf Punkte. Erstens: Starre Planungszeiten für die Elektrifizierung von Bahnstrecken müssen weg, stattdessen soll ein Ausbauprogramm her. Zweitens: Der Bund soll Behörden und Forschungseinrichtungen gezielt in der Lausitz ansiedeln. Drittens: Bedeutende Industriestandorte wie Boxberg oder Schwarze Pumpe sollen überregional vermarktet werden, wofür der Bund Geld beisteuern soll. Viertens: Bestimmte Regelungen sollen für die Lausitz abgeschwächt werden, zum Beispiel, um den sich rasch ausbreitenden Bestand an Wölfen zu regulieren – sprich: Tiere abschießen zu dürfen. Fünftens soll sich der Bund dafür einsetzen, dass Gartenschauen oder ähnliche Großveranstaltungen in die Lausitz geholt werden.

Das Papier geht den Bundestagsfraktionen von CDU, CSU, FDP und Bündnisgrünen zu. Sie sondieren derzeit in Berlin die Bildung einer gemeinsamen Regierung. Unterschrieben ist das Fünf-Punkte-Programm von den Landräten der Kreise Görlitz, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald sowie vom Cottbuser Oberbürgermeister.