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Mittwoch, 20.12.2017 Kommentar

Abriss nur auf einer Seite

SZ-Redakteurin Kay Haufe über die Sanierung am Neustädter Markt in Dresden.

Von Kay Haufe

SZ-Redakteurin Kay Haufe.
SZ-Redakteurin Kay Haufe.

© Sven Ellger

Die Mieter der unsanierten Plattenbauten am Neustädter Markt haben bisher viel Geduld bewiesen. Seit der politischen Wende wurde fast nichts an ihren Wohnungen getan. Der Vonovia kann man diesbezüglich nicht mal Vorwürfe machen, musste sie doch erst mal auf die Pläne der Stadt reagieren, dort mehrere Eingänge abzureißen. Für die Bewohner bedeutete dies neben Einschränkungen aber im Gegenzug günstige Mieten bei Toplage.

Angesichts der angespannten Wohnraumsituation in Dresden sollte die Stadtverwaltung jetzt noch einmal abwägen, ob der geplante Durchbruch auf der östlichen Seite des Neustädter Marktes wirklich erfolgen soll. Im Moment verbessert sich damit für niemanden etwas, während die Öffnung der Plattenbauten auf westlicher Seite zum Barockviertel wirklich sinnvoll ist. Historische Straßenzüge können auch später wieder aufleben, wenn sich die Wohnsituation wieder entspannt hat. Und die Anwohner haben nicht das Gefühl, dass sie ihre Wünsche zur Bürgerwerkstatt zwar äußern können, darauf aber überhaupt nicht eingegangen wird.

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