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Samstag, 22.04.2017

Ab Montag beginnt Notsicherung der Sense

In vier Wochen soll die Straße zwischen Porschdorf und Hohnstein wieder einspurig befahrbar sein. Die eigentliche Sanierung ist im nächsten Jahr geplant.

Von Gunnar Klehm

Ein Unwetter richtete im Juni 2016 erheblichen Schaden an.
Ein Unwetter richtete im Juni 2016 erheblichen Schaden an.

© Marko Förster

Hohnstein/ Porschdorf. Die von den Bürgern vehement geforderte Notsicherung der Straße zwischen Porschdorf und Hohnstein, die sogenannte Sense, wird jetzt in Angriff genommen. Wie das Landratsamt mitteilte, hat das Bauunternehmen LLB GmbH aus Dresden den Zuschlag für die Arbeiten bekommen. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich am Montag, dem 24. April.

Seit fast zehn Monaten ist die wichtige Verbindungsstraße voll gesperrt. Daran wird sich auch während der Bauarbeiten, die voraussichtlich vier Wochen dauern, nichts ändern. Starkregen hatte der Straße im Juni 2016 arg zugesetzt. Das Ergebnis: Abgebrochene Straßenränder, abgerutschte Böschungen, unterspülte Brücken und das an über zehn Stellen.

Um die Straße wenigstens einspurig wieder sicher befahrbar zu machen, soll die am stärksten beschädigte Böschung mit einer vernagelten Spritzbetonschale gegen weiteres Abrutschen gesichert werden. Dazu werden laut Landratsamt etwa fünf Meter lange Bodennägel schräg in die übersteile Böschung eingebracht, an die die Schale fefestigt wird. Weil weitere Rutschungen der Böschung nicht auszuschließen sind, können die Arbeiten nur von der Straße aus durchgeführt werden. Die Kosten der Notsicherung belaufen sich auf rund 217 000 Euro.

Die Straße wird aber nur für eine begrenzte Zeit von etwa einem Jahr befahrbar sein. Für Frühjahr 2018 ist dann die eigentliche Sanierung vorgesehen. Dazu wird die Straße wieder voll gesperrt. Die Bauzeit ist noch nicht klar. Derzeit wird noch an der Ausführung der Stützwände geplant. Die zuständige Behörde im Landratsamt geht davon aus, dass die Ausschreibung der Bauleistungen noch in diesem Jahr erfolgen kann.

Die Gesamtbaukosten werden derzeit auf 5,5 Millionen Euro geschätzt. Der Landkreis muss dazu Eigenmittel in Höhe von rund 600 000 Euro aufbringen. Der Rest soll mit Fördermitteln des Freistaates abgedeckt werden.