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Mittwoch, 16.05.2018

75 Gründe, warum Kreba-Neudorf ein Dorf mit Zukunft ist

In dem Dorf sahen sich am Montag die Juroren im Landeswettbewerb um. Und waren überrascht.

Mit der Siegprämie haben Kreba-Neudorfer die Ortsmitte verschönert und sich als Kreissieger einen Stein (ganz im Vordergrund) gegönnt. Für einen weiteren Stein - für den Landessieg - ist noch Platz.
Mit der Siegprämie haben Kreba-Neudorfer die Ortsmitte verschönert und sich als Kreissieger einen Stein (ganz im Vordergrund) gegönnt. Für einen weiteren Stein - für den Landessieg - ist noch Platz.

© André Schulze

Kreba-Neudorf. Dieser Montag, der 14. Mai 2018, wird in der Dorfchronik von Kreba-Neudorf einige eigene Seiten bekommen. Denn gestern Nachmittag war gefühlt die Hälfte der Einwohnerschaft des Dorfes auf den Beinen, um zu zeigen, was für ein schöner, lebens- und liebenswerter und vor allem zukunftsträchtiger Ort Kreba-Neudorf ist. Denn der mit 864 Einwohnern kleinste eigenständige Ort im Landkreis Görlitz hat den Kreissieg im aktuellen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nicht geschenkt bekommen. Ganz im Gegenteil.

Was die Jury in Kreba-Neudorf zu sehen bekam

Projekte über Projekte präsentierten Kreba-Neudorfs Bürgermeister Dirk Naumburger und seine etwa 75 Mitstreiter den neun Juroren aus der Landeskommission „Unser Dorf hat Zukunft“. Die reisen seit Anfang Mai durch den Freistaat und schauen sich die schönsten Dörfer aus den Landkreisen an. 13 Bewerber um den Landessieg gibt es. Und da bis Donnerstag noch einige Orte besucht wurden, hatten sich die Kreba-Neudorfer viele Gedanken gemacht. Nicht nur darum, keinen wichtigen Baustein in dem überaus intensiven Dorfleben zu vergessen oder keines der durchaus anspruchsvollen Projekte. Welche Orte bauen Turnhallen neu oder seit Jahrzehnten weggespülte Brücken wieder auf? Ganz zu schweigen von dem Schul-, Hort- und deutsch-polnisches Vereinshaus-Schloss, welches mit Fördergeld aus verschiedenen Töpfen nicht nur saniert, sondern für die vielfältige Nutzung modernisiert wurde. Noch gar nicht lange ist es her, da standen Badewannen und Eimer unterm Dach, weil es einregnete. Jetzt ist hier eine der wenigen Grundschulen beheimatet, in der Mädchen und Jungen jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. So hat Kreba-Neudorf aus einer unter Beobachtung stehenden und von Schließung bedrohten Grundschule mit einem mutigen und innovativen Schulkonzept seiner Grundschule eine Zukunft gegeben. Lehrmethoden, Räume und Ausstattung sind nicht nur modern, auch kostenloses Schulessen, niedrige Elternbeiträge für Kita und Hort und eine für alle Eltern bezahlbare Musikschulausbildung gehören zu dem Anspruch dazu, eine kinderfreundliche Kommune zu sein.

Auch die Kirchgemeinde Kreba denkt in die Zukunft. Aus einer alten Scheune ist in nur einem Jahr ein Gemeindezentrum geworden, das auch für Nichtchristen offensteht, ganz symbolisch auch durch die Tür zum Ort hin, wie Bringfried Reinhold vom Bauausschuss der Kirchgemeinde Kreba den Juroren zeigte und berichtete.

Überwältigt von den vielen Eindrücken, aber vor allem den vielen Kreba-Neudorfern, die so aktiv die Zukunft ihres Ortes mitgestalten, machte Markus Thieme vom sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie als Leiter der Kommission ein großes Kompliment. „Das waren sehr viele Infos, ein ganz toller und professioneller Auftritt“, so Markus Thieme.

Dies ist das Präsentationsvideo für „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Landesebene für das Jahr 2018.