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Donnerstag, 04.01.2018

2018 beginnt stürmisch

Das Tief „Burglind“ bringt orkanartige Böen nach Deutschland. Es gibt entwurzelte Bäume und Verkehrsbehinderungen – vor allem im Westen und Süden des Landes.

In Ratingen in Nordrhein-Westfalen stürzte dieser Baum um – und beschädigte ein Haus schwer.
In Ratingen in Nordrhein-Westfalen stürzte dieser Baum um – und beschädigte ein Haus schwer.

© dpa

Es kam aus Westen und brachte orkanartige Böen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde: Sturmtief „Burglind“ ist am Mittwoch mit Wucht auf mehrere Bundesländer getroffen. Umgestürzte Bäume und heftiger Regen behinderten am Morgen etwa in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern den Verkehr. Auch über andere Länder brauste das Tief hinweg. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Auch in anderen europäischen Ländern sorgte das Tief – dort heißt es „Eleanor“ - für Behinderungen. Der Luftverkehr an den Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Straßburg im Elsass wurde vorläufig eingestellt. Das sagte ein Sprecher der französischen Luftfahrtbehörde DGAC am Vormittag. In Frankreich, Irland und Großbritannien waren Tausende Haushalte ohne Strom. Der Regionalverkehr im Elsass wurde als Vorsichtsmaßnahme eingestellt.

In Deutschland waren Straßen blockiert und der Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Mehrere Zoos und Tierparks blieben geschlossen – wegen der Gefahr von herunterfallenden Baumteilen. Auf Deutschlands höchstem Berggipfel, der Zugspitze, fährt die Zahnradbahn nicht. Das Skigebiet Garmisch-Classic blieb geschlossen. In Cuxhaven wurde die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurückfliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel. Früher abgereist sind auch einige Gäste auf der Insel Wangerooge. Dort fielen wegen Hochwasser zwei Fährverbindungen vom und zum Festland aus.

Sturmtief „Burglind“ verdankt seinen Namen einer Berlinerin. Sie habe sich die Wetterpatenschaft für das zweite Tiefdruckgebiet dieses Jahres selbst geschenkt, sagte eine Mitarbeiterin des Instituts für Meteorologie der Freien Universität (FU). Das Institut der FU vergibt seit 1954 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. In diesem Jahr bekommen die Tiefs weibliche Namen, die Hochs männliche. Begonnen wird am Jahresanfang immer mit „A“. Dann geht es in alphabetischer Reihenfolge weiter. „Burglind“ ist bereits das Tief „Alja“ vorausgegangen. Das erste Hoch des Jahres wird „Adam“ heißen. (dpa)

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