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Freitag, 11.08.2017

1 000 Flüchtlinge finden Arbeit in Sachsen

Vor allem Syrer, Pakistaner und Iraker haben Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Eine Branche zeigt sich als größter Job-Beschaffer.

Von Georg Moeritz

Dresden. Flüchtlinge sind nicht chancenlos: Mindestens 1 000 Menschen aus den acht wichtigsten Fluchtländern haben voriges Jahr in Sachsen Arbeit gefunden. Das zeigt die jüngste Übersicht der Bundesagentur für Arbeit. Demnach waren im Januar rund 2 700 Menschen in Sachsen beschäftigt, die aus folgenden Staaten stammen: Afghanistan, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien, Irak und Iran. Noch ein Jahr zuvor waren es 1 000 weniger.

Die Statistik nennt allerdings nur die Nationalität, nicht die Bezeichnung Flüchtling. Ein Teil der neuen Beschäftigten kann also auch ohne Asylantrag nach Deutschland gekommen sein oder gehört zu den nachgezogenen Familienangehörigen eines Flüchtlings. 86 Prozent sind Männer.

Von den 2 700 Beschäftigten stammt die größte Gruppe aus Syrien: rund 900, gefolgt von rund 500 Pakistanern und 400 Irakern. Als wichtigste Branche für sie zeigt sich das Gastgewerbe: Jeder Fünfte fand in Gaststätten Arbeit, elf Prozent fanden eine Stelle im Handel, neun Prozent in der Industrie. Nicht nur Fachkräfte wurden eingestellt, aber überwiegend: 20 Prozent der Beschäftigten aus den Fluchtländern sind Akademiker, vier Prozent Meister oder Techniker, und fast 39 Prozent wurden als Fachkräfte eingestuft. 36 Prozent gelten als „Helfer“, also ohne Ausbildung.

In Sachsen arbeitslos gemeldet sind nun 6 787 Menschen aus den acht Staaten. Doch weitere gut 10 000 nehmen derzeit an Integrationskursen teil. In dieser Zeit gelten sie noch nicht als arbeitslos.

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